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Mit 39,08 Sekunden hat der ehemalige Formel-1-Fahrer Max Chilton im Elektroauto McMurty Spéirling einen neuen Bestwert auf dem legendären Bergkurs des Goodwood Festival of Speed eingefahren. Die alte Rekordmarke von 39,90 Sekunden wurde 2019 mit dem VW ID.R aufgestellt. Bislang wurde der neue Rekordhalter als Einzelstück präsentiert, doch eine straßenzugelassene Serienversion ist bereits geplant.
Dieses Jahr wirbelte gewohnte Weltbilder durcheinander, denn Kleine schrieben große Geschichte. Helmut Kohl wurde 1982 neuer Bundeskanzler, weil die FDP das wollte. Der kleine „E.T“, Außerirdischer aus Steven Spielbergs Traumfabrik, machte ein Sci-Fi-Märchen zum bis dahin größten Kinoerfolg und ein kompakter Mercedes vermaß das Firmament der Sterne neu. Mercedes-Benz 190 (Baureihe W 201) nannte sich dieser Provokateur, der schon als Erlkönig für Unruhe unter der konservativen Mercedes-Kundschaft gesorgt hatte. „Ushido“ stand zur Tarnung als Typenschriftzug an den Vorserienfahrzeugen, deren Schrumpfformat an einen Extraterrestrischen erinnerte. Gut 30 Zentimeter kürzer und zehn Zentimeter schmaler als der bisherige Basis-Benz vom Typ 200 (W 123), irritierte die Limousine sogar Fachmedien, die prompt vom „Baby-Benz“ sprachen. Keine Prestigekarosse, vermeintlich kein Taxiformat, stattdessen aerodynamisch-schlichtes Design und unerhört sportive Ambitionen: War der 190 wirklich noch ein echter Mercedes?
Erst der mächtige Stelvio, benannt nach dem Stilfser Joch. Jetzt, drei Jahre nachdem er als „Concept Car“ in Genf präsentiert worden war, der kompakte Tonale. Dessen Name bezieht sich auf den gleichnamigen Alpen-Pass in der Region zwischen Etsch und Po. Damit hat die höchst emotionale italienische Marke Alfa Romeo beide SUV-Kategorien besetzt. Die Turiner bestätigen damit, 12 Jahre nach der Feier ihres 100. Geburtstagesdass es sich kein kein arrivierter Autobauer mehr leisten kann, auf diesem Markt des Prestiges und des Gewinns nicht vertreten zu sein.